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Energy Sharing nach § 42c EnWG: Gesetzliche Premiere, Rahmenbedingungen und nächste Schritte

06/19/2026

  • Gesetzliche Premiere, Rahmenbedingungen und nächste Schritte
  • Perspektiven für Kundenanlage, Mieterstrom & Quartier
  • Datenaustausch bei der Umsetzung von Energy Sharing nach § 42c EnWG – Optionen zur Abbildung der Netznutzung, zur Bilanzierung und zur Abrechnung von Energy Sharing Strommengen
  • Zusammenspiel von Energy Sharing mit anderen energiewirtschaftlichen Mechanismen

Was finden Sie in Whitepaper 1?

Die nachfolgend skizzierten Rahmenbedingungen zum aktuellen Stand des § 42 c werden im Whitepaper 1 ausführlich beschrieben und neutral bewertet. Das Whitepaper liefert Einblicke in folgende Bereiche:

  • berechtigter Teilnehmerkreis: Ausschluss von Großunternehmen
  • Vertragsgestaltung: Vertrag zur gemeinsamen Nutzung und Stromliefervertrag
  • geografische Grenzen: Netznutzung innerhalb von Bilanzierungsgebieten
  • Akteure und Verantwortung für energiewirtschaftliche Prozesse: Lieferantenpflichten und Netznutzungsvertrag
  • Regulatorische Unsicherheiten bei Bilanzierungsgebieten: unterschiedliche räumliche Ausprägungen
  • Aufteilungsschlüssel: Voraussetzung für korrekte Zuteilung und Abrechnung
  • Preisgestaltung und Vermarktung: Veräußerungsformen geteilter Strommengen und Reststrommengen
  • Messkonzept: keine definierten Verantwortlichkeiten für die Zuordnung der Energiemengen
  • Förderung: aktuell kein Anreizsystem vorgesehen

Für wen ist das Thema relevant?

  • Interessierte Energy Sharing Teilnehmer:innen – Betreiber von EE‑Anlagen & Speichern, Privathaushalte, KMU und Kommunen – müssen Aufteilungsschlüssel, Verträge und Vermarktungsregeln umsetzen
  • Energiegenossenschaften & Bürgerenergiegesellschaften – zentrale Organisationsformen für gemeinschaftliche Energienutzung
  • Verteilnetzbetreiber – verantwortlich für die Ermöglichung von Energy Sharing und voraussichtlich in der prozessualen Umsetzung involviert
  • Energieversorger & Stadtwerke – betroffen durch neue Anforderungen wie z.B. die Reststromlieferung
  • Messstellenbetreiber & Technologieanbieter – aufgrund der Anforderungen an viertelstundenscharfe Messung und Datenzusammenführung
  • Dienstleister in der Energiewirtschaft – z. B. Plattformen für Abrechnung, Bilanzierung, Datenaggregation oder HEMS‑Optimierung
  • Politik & Regulierungsbehörden – da das Whitepaper offene Fragen zu Regulierung, Netzentgelten und geografischer Abgrenzung adressiert
  • Forschungseinrichtungen & Think Tanks – insbesondere zu Systemintegration, Marktmechanismen und Umsetzungsherausforderungen

Ausblick

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Forschungsprojekts Skalierbare Integration von Energy Sharing (SkIES) werden die technischen, ökonomischen und regulatorischen Voraussetzungen untersucht, um Energy Sharing in Deutschland ganzheitlich und skalierbar umzusetzen [1]. Ziel ist es, durch mehrere Feldversuche, alle Fragen zur konkreten, skalierbaren und interoperablen Umsetzung von Energy Sharing zu beantworten. Diese Whitepaper Serie ist ein erster konkreter Output aus dem Projekt.

Melden Sie sich gerne, falls Sie Fragen zu Energy Sharing und zu den Implikationen und Opportunitäten für Ihr Unternehmen haben, wir freuen uns auf den Austausch!

Weitere Informationen

  • Energy Sharing: Use Cases aus dem Projekt SkIES
  • SkIES – Skalierbare Integration von Energy Sharing

Literaturverzeichnis

[1] FfE, SkIES – Skalierbare Integration von EnergySharing,“ ffe.de/projekte/skies-skalierbare-integration-von-energy-sharing/, 2025.
[2] Deutscher Bundestag, Drucksache 21/2793 Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (9. Ausschuss) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung – vom 12. November 2025 -https://dserver.bundestag.de/btd/21/027/2102793.pdf, 2025.